Samstag, 10. Juni 2023

Heute schlief ich sogar bis halb sieben!

Das „Frühstück“ im Motel verschmähte ich, schließlich war vorn an der Hauptstraße ein Waffle House. Als ich um halb acht dort ankam, war es da schon mächtig voll. Ganz untypisch musste ich sogar eine Weile warten, bis meine Bestellung aufgenommen und dann das Essen auch serviert wurde. Ich überlegte schon, ob die Eier für meine Spiegeleier erst noch gelegt werden müssen

Es war „naja“... eigentlich hatte ich meine Hashbrowns mit Zwiebeln bestellt, die fehlten. Und der Bacon schmeckte ganz seltsam, als ob er schon bessere Tage erlebt hatte... Nach einem Bissen davon ließ ich den lieber liegen.

Zurück im Motel packte ich das restliche Zeug zusammen. Viel war es nicht, denn dort hatte ich mich ja wirklich nicht „niedergelassen“. Zu sehr beeilen wollte ich mich aber auch nicht, denn ich hatte nicht so viel Pläne für den Tag und check-in im nächsten Motel war erst ab 15 Uhr.

Als ich gegen halb zehn losfahren wollte, erlebte ich erstmal einen Riesenschreck Mein Navi sprang nicht an Es blieb einfach aus und stumm. Nochmal neu eingestöpselt... manuell eingeschaltet... alles mehrfach probiert – nichts ging

Ich fand mich damit ab, zum Walmart zu fahren, um hoffentlich Ersatz zu bekommen. (Glücklicherweise war der Walmart nur die Straße hoch, den würde ich auch ohne Navi finden.)

Ich war gerade dabei, wieder ins Auto einzusteigen, als es piepste und zum Leben erwachte. Ich war so erleichtert!

Als Ziel gab ich Lighthouse Biloxi ein und verließ Laurel fast fluchtartig. Ich machte nur irgendwann an einer größeren Tanke eine Zigarettenpause.

1.45 Uhr stand ich am Lighthouse.

Hier war es unheimlich schwül. Anschließend fuhr ich dann die Küstenstraße Richtung Gulfport und beschloss, nochmal bei Beauvoir anzuhalten. Die Haus Tour wollte ich mir auf keinen Fall antun (die „durfte“ ich 2015 schon „ertragen“... ), aber das Drumherum würde ich mir schon gerne nochmal anschauen. Als ich dort ankam war da gerade eine Art Harley-Treffen neben dem Parkplatz und in der Library war irgendein anderes Treffen.

Alle Männer trugen an ihren Anzügen irgendwelche Auszeichnungen, es war mächtig viel los. Im Garten drehte ich eine kleine Runde und wartete dann, bis sich die nächste House Tour-Gruppe vollständig direkt vor dem Eingang versammelt hatte und nach drinnen ging, damit ich Fotos ohne Leute drauf machen kann.

Gegen halb zwei war ich am Motel und ich konnte schon einchecken.

Die Angestellte war sehr bemüht, allen meinen Wünschen (no connecting door, not beside vending, stairs or elevator) nachzukommen

Und während sie für mich das optimale Zimmer raussuchte, konnte ich nur ganz fasziniert auf ihre künstlichen Wimpern starren

Ich meine, künstliche Wimpern sind ja sehr geläufig. Aber das, was ich jetzt in den USA da schon gesehen hatte, das war wirklich phänomenal Oft so dermaßen übertrieben, dass man denken konnte, die Mädels hätten sich große haarige Raupen auf die Augenlider gepappt.

Um 15 Uhr enterte ich das Pool Areal. Da war mächtig viel los. Geschätzt kamen auf jeden Erwachsenen 4,25 Kinder Aber das hatte ich schon in verschiedenen Kritiken gelesen. Und ich sagte mir, dass der Samstag da bestimmt der schlimmste Tag war.

Schräg gegenüber war ein Walmart, dort füllte ich meine Zigaretten-Vorräte wieder auf.

Und direkt neben dem Hotel ist ein Hooters, wo ich dann zum Abendessen hin ging. Meine Shrimps Tacos und der Cesar Side Salad waren sehr gut.

Abends saß ich dann noch eine ganze Weile auf der Terrasse und genoss es, wieder in der „Zivilisation“ bzw. in einem schönen Hotel zu sein