Variety of the South

Montag, 3. Juni 2024

4.30 Uhr klingelte der Wecker. Das Taxi war für halb 7 bestellt, aber ich mag einfach keine Hektik haben. Und dieses Jahr gab es ja wieder ein „nicht kalkulierbares Katerchen“ namens Manni , so dass ich einfach einen Zeitpuffer haben wollte, falls mein lieber Junge noch bissl bespaßt werden will. Wollte er aber nicht, draußen ist alles viel spannender als die Dosi. Aber kurz vor 6 Uhr kam er heim; ich war bis dahin quasi schon abreisebereit und konnte ihm so ohne Hektik sein Frühstück servieren.

Das Taxi kam pünktlich und auch die Autobahn war staufrei (da es der erste Montag nach den Pfingstferien war, hatte ich die Befürchtung, dass es da sehr, sehr voll ist). Aber so war ich dann kurz vor 7 Uhr am Flughafen und musste sogar noch fast eine halbe Stunde warten, bis ich meinen Koffer abgeben konnte. Zwei Zigaretten später ging ich dann durch die Security. Alles sehr entspannt, keinerlei Wartezeiten und ich musste nichts auspacken. Weder das Notebook, noch das Handy, nicht mal die Plastiktüte mit der Handcreme und Nasenspray... Das war prima. Drin erfolgte dann der obligatorische Besuch vom Duty-free-Shop und zur Überbrückung der Zeit bis zur Passkontrolle platzierte ich mich im Raucherkabuff. Genau daneben ist das Manfred's Bistro... toll... Manfred, Manni... ich denke sowieso immer an meinen kleinen Schatz

An der Passkontrolle gab es eine kleine Wartezeit von ca. 15 Minuten und dann war ich auch schon am Gate.

Der Flieger kam mit etwas Verspätung aus Atlanta an, aber das Boarding begann fast pünktlich. Doch die paar Minuten hatten ausgereicht, dass der Pilot auf einen Slot warten musste und so hob der Flieger dann mit ca. 30 Minuten Verspätung ab.

Der Flug war zäh.... Ich weiß nicht, ob es am Alter liegt oder weil mein Nervenkostüm sowieso etwas dünn war und ich mich in einem Zustand von Dauer-Unruhe befand - die Zeit ging einfach nicht rum. Schlafen konnte ich nicht wirklich, nur bei einem Film döste ich mal kurz für vielleicht 20 Minuten ein. Das lag aber auch mit Sicherheit daran, dass der Film so langweilig war... so langweilig, dass ich den Titel schon gar nicht mehr weiß. Den zweiten Film „The Nun II“ fand ich schon besser. Und damit ich die letzten 4 Stunden auch noch rumbekam zog ich mir „Oppenheimer“ rein.

Der Pilot holte die Verspätung vom Anfang wieder auf und wir landeten pünktlich. Also der Weg für die Leute mit „Final Destination Atlanta“ wird auch immer länger.... Er war ja früher schon lang aber jetzt... Mir kam es so vor, als ob man vom einen Ende des Airports unterirdisch zum anderen Ende läuft. In der Immigration Halle war deutlich mehr los als in den letzten zwei Jahren. Aber die meisten Leute waren US Bürger und die Schlange an den Schaltern für Ausländer war sehr überschaubar. Es ging auch alles ganz fix. Dafür musste ich dann recht lange auf meinen Koffer warten.

Nachdem ich meinen Nikotinpegel wieder aufgefüllt hatte, wollte ich mit dem Shuttle zum Rental Car Center fahren und suchte die Rental-Car-Shuttle-Haltestelle. Pustekuchen, es gibt kein Shuttle mehr. Man muss jetzt mit einem „Sammelshuttle“ (fährt noch andere Stationen an) zum Domestic Terminal und von dort aus dann via Skytrain zum Rental Car Center. Und die Schlange am Sammelshuttle war heftig, erst in das vierte Shuttle kam ich dann mit rein.

Das Umsteigen zum Skytrain war „lustig“, denn der Aufzug ging nicht… und mit dem ganzen Gepäck Rolltreppe fahren ist doch eine „Herausforderung“. Ich hoffte dann mal, dass der in 3 Wochen wieder geht, denn sonst habe ich ein Problem, weil ich dann garantiert noch mehr Gepäck haben werde. Aber über das denke ich dann nach, wenn es soweit ist.

Bei Alamo war auch nur wenig los und ich musste nicht mal 5 Minuten warten. Kurz darauf hatte ich dann auch schon die Papiere in der Hand und auf dem Parkdeck angekommen hieß es „every car in road 3“. OK, da standen einige. Ich wollte gerne einen Hyundai SUV. Aber der Kona hatte einen viel zu kleinen Kofferraum. Also nix Hyundai. Dann steuerte ich einen Nissan Rogue an (ich weiß gar nicht, wie oft ich dieses Modell schon gefahren bin), dieses Mal in schwarz. Spontan taufte ich ihn – Überraschung – Blacky. (Darf man das heute eigentlich noch so sagen oder ist das eine politische Unkorrektheit?) Ich umrundete ihn. Keine Dellen etc. nur auf der Kühlerhaube einen Kratzer, als ob ein Kind mit einem Spielzeugpanzer drüber gerollert wäre. Meilenstand knapp 9.000.

Den Kratzer gab ich bei der Ausfahrt an, damit mir das später bei der Rückgabe nicht angekreidet wird.

Und so ich rollte davon. Natürlich fand sich mein Navi nicht sofort zurecht und suchte verzweifelt nach Satelliten. Also fix rechts geblinkt und einfach kurz am Ende der Ausfahrt an der Seite stehen bleiben. Dann hatte sich mein Navi sortiert, ich gab das Motel ein, das Hampton Inn in Fairburn, und schwupps lotste es mich über den I85. Ich war also gleich „voll dabei“ und durfte über die zwei Mega-Kreuzungen düsen.

Aber es klappte alles wunderbar und gegen halb 6 war ich dann am Motel. Den Ersteinkauf verschob ich auf den nächsten Tag und drehte lieber eine Runde im Pool

Das Abendessen bestand aus einer Tüte einheimischer Erdnüsse, die ich am Empfang bekommen hatte, zusammen mit zwei Flaschen Wasser. Gegen halb zehn lag ich dann in den Federn.