Variety of the South

Mittwoch, 12. Juni 2024

Es war Zeit für die Weiterfahrt und gegen 9 Uhr machte ich mich auf den Weg. Da ich die Interstates staubedingt meiden wollte, hatte ich mir eine Route rausgesucht, um die ganzen Knotenpunkte weiträumig zu umfahren. Die Route hätte prima gepasst, wenn ich nur nicht für die nächsten 30 Meilen gefühlt jede halbe Meile an einer roten Ampel gestanden wäre... Über die Interstates hätte es auch nicht länger gedauert.

Irgendwann landete ich dann auf dem I85, verließ diesen bei Commerce und mein Navi lotste mich über diverse Landstraßen, bis ich dann am Watson Mill Bridge State Park ankam. Hier war es deutlich schwüler als in Acworth, sofort war alles „babbig“

Ich hatte Glück, denn die Bridge wurde noch richtig schön von der Sonne angestrahlt Und ich hatte gleich nochmal Glück, denn es waren zwar ein paar andere Leute dort, aber die rannten einem nicht im Motiv rum. So konnte ich erstmal in Ruhe ein paar Fotos machen.

Dann fuhr ich über die Brücke drüber und ging dort erstmal ins Visitor Center, um meine 5 Dollar zu entrichten. Anschließend lief ich die paar Meter runter zum Bach, um die Brücke nun noch von der anderen Seite zu fotografieren. Aber jetzt war schon fast Gegenlicht bzw. die Sonne verschwand immer wieder hinter Wolken. Und mittlerweile hatten sich zwei Familien eingefunden, die auf den Steinen rumturnten, von denen aus ich vorhin fotografiert hatte.

Gegen 13.30 Uhr fuhr ich weiter. Mein Navi schien hier Probleme zu haben, denn obwohl meine Karte erst 2 Jahre alt ist, war ihm hier die Streckenführung nicht so bekannt

So lotste es mich auf eine Straße und zwang mich zu einem halben Kringel, nur um dann auf der Straße zu landen, auf die ich auch schon 3 Meilen vorher hätte fahren können. Gefühlt bog ich immer nach links ab und es hätte mich nicht gewundert, wenn ich plötzlich wieder an der Watson Mill Bridge gestanden wäre....

Kurz darauf sollte ich lt. Navi auf den Hwy 78 abbiegen - nur auf dem fuhr ich schon längst... Gegen 15.20 Uhr kam ich in Thomson an, checkte im Hampton Inn ein und kühlte mich dann erstmal im Pool ab

Gegen 18 Uhr fuhr ich die zwei Meilen bis zur Innen“stadt“. Ich hatte zuvor im Internet nachgeschaut, wo man zum Abendessen hingehen kann. Viel Auswahl gab es hier nicht, wenn man kein Fast Food oder aus Styropor essen wollte. Ich ging in den Hogie Joe's Sports Grill. Als ich eintrat hatte ich gleich den Eindruck, dass meine Wahl (soweit ich denn überhaupt eine hatte) ok war, denn es war gut besucht, die Plätze am Tresen waren fast vollständig belegt und auch einige Arbeiter hatten sich hier zum gemeinsamen Feierabendessen eingefunden.

Schien ein gutes Zeichen zu sein Burger „können“ solche Läden ja immer gut und daher bestellte ich mir einen ganz klassischen Cheeseburger. Und der war auch wirklich ausgezeichnet. Kein Schnullipups drauf, der den originalen Geschmack irgendwie verändert.

Zurück im Motel folgte die abendliche Routine und bei jeder Zigarette lauschte ich dem lauten Zirpen der Grillen im nahegelegenen Wäldchen.

Und ich freute mich über eine Nachricht von meiner Nachbarin, sie hat ein Foto von Manni gemacht, der es sich auf seinem Wachposten auf dem Küchenbalkon bequem gemacht hatte