So, wie ich hierher zu meiner Dosi gekommen bin, das habe ich Euch ja auf der ersten Seite erzählt.

Ab jetzt werde ich Euch immer einzelne Stories aus meinem Alltag berichten.

Putzen:

Also Putzen ist schon wichtig! Schließlich habe ich vier weiße Pfoteln und das ist schon genug Arbeit, die sauber zu kriegen, wenn ich von draußen rein komme. Daher ist es wichtig, dass es drin sauber ist.

ABER: Das weiße fluffige Teil am roten Stiel kann ich nicht leiden, das beobachte ich nur aus der Entfernung.

Das laut brüllende Rüsseltier, welches der Dosi immer hinterher rennt ist noch viel schlimmer. Es brüllt und rattert und ich verstecke mich immer hinter dem Sofa.

Ganz heimtückisch und hinterhältig ist aber der grüne Eimer und der Schrubber. Wenn die im Einsatz waren, dann bleibe ich noch ne ganze Weile auf meinem Kratzbaum sitzen, denn wenn die Dosi damit in der Wohnung unterwegs war, dann ist alles nass!

Und nass und meine Flauschpfoteln, das geht nicht gut. Beim ersten Mal rutschte plötzlich jede Pfote in ne andere Richtung und als ich davonrennen und mich auf den Teppich im Schlafzimmer retten wollte, bekam ich die Kurve nicht, denn da zog es mir plötzlich alle vier Pfoten weg und ich schlitterte durch den halben Flur!

Das Schlimmste war aber, dass die Dosi gar nicht mehr mit Lachen aufgehört hat! Ich war nur noch empört!

Daher: Putzen ja - aber nur zwischen 0 - 4 Uhr morgens, denn dann bin ich draußen auf meinem Reviergang.

Mein Tagesablauf:

0 - 5 Uhr Revierrundgang mit kurzen Abstechern nach Hause, um die Pfoten aufzuwärmen, einen Happen zu essen oder kurz zur Dosi ins Bett hüpfen, um drei Minuten zu schmusen

5 - 6 Uhr versuchen die Dosi zu wecken, damit sie mich bespaßt

6 - 7 Uhr erstmal frühstücken, dann mit Dosi spielen

7 - 7.15 Uhr kurzer Reviergang, um zu kontrollieren, ob die Vögelchen schon wach sind

7.15 - 7.30 Uhr Mit allen Mitteln versuchen, die Dosi daran zu hindern, ins Büro zu gehen

7.30 - 9.30 Uhr Fellpflege, aus dem Fenster gucken, Reviergang und Vögelchen kontrollieren

9.30 - 18 Uhr Schlafen, zwischendurch manchmal kurz aufstehen und etwas essen, damit man beim Schlafen nicht verhungert

18 - 20 Uhr mit Dosi schimpfen, weil ich den ganzen Tag allein war, essen, Reviergang, essen, mit Dosi spielen, Fellpflege, dösen

20 - 24 Uhr Schlafen, manchmal auch mit ein paar Unterbrechungen, um noch mal was zu essen oder zu naschen oder zu spielen - das Programm variiert je nach Jahreszeit und Wetter.

Am Wochenende kann es mal zu ein paar Verschiebungen kommen, denn da ist nicht gewährleistet, dass ich es schaffe, dass die Dosi bis spätestens um 6 Uhr aufgestanden ist…

 

Auf den Bildern unten seht Ihr mich beim Gähnen und das mittlere Foto zeigt mich in meiner Chef-Pose.

Spitznamen

Erbse: Wie ich schon erzählt habe, ist Frikassee mit Pute und Gemüse mein Lieblingsessen. Da esse ich auch die Erbsen mit. Und immer wenn Dosi so eine Dose aufmacht sagt sie zu mir „eine Erbse für meine Erbse“.

Dubbel: Manchmal bin ich bissl schusselig. Mir fällt das Leckerlie wieder aus dem Maul oder ich hänge die Schwanspitze in den Wassernapf oder schieße beim Spielen meinen Ball in die Milchschüssel oder lasse ein Mäusl in der Wohnung entkommen - dann sagt Dosi immer Dubbel zu mir.

Susl: Wenn ich was will und nicht gleich kriege oder wenn ich die Dosi nicht ins Büro lassen will, dann jammere ich ganz laut, langgezogen und mit piepsigem Stimmchen. Ich heule richtig. Deshalb sagt Dosi dann immer Susl (von Heulsusel) zu mir.

Schauspieler: Wenn ich als Susl genug gejammert habe lümmel ich mich dann immer auf meinen Kratzbaum, lege den Kopf schräg auf die Lehne und starre beleidigt die Wand an.

Schaf: Ich quatsche ja sehr viel und habe ganz viele Laute und Töne in meinem Repertoire. Und eins davon klingt, als ob ein Schäfchen mähen würde. Da sagt Dosi immer „die Katzenhilfe hat wohl einen Fehler gemacht und mir kein Katerchen gegeben, sondern ein kleines Schäfchen“.

Mausefurz: So nennt mich die Dosi manchmal, wenn ich Blödsinn mache und ganz übermütig werde.

Räuberle: Wenn ich es geschafft habe, die Dosi zu überlisten, indem ich mal wieder ins Treppenhaus gehuscht bin oder es geschafft habe, dass sie erst später ins Büro geht.

Und im Winter, wenn ich draußen in der Kälte angetippelt komme, da begrüßt sie mich mit den Worten „oh, da kommt ja der sibirische Weißpfotel-Tiger“ oder sie nennt mich „kleiner Eiszapfen“ und „Schneeflöckchen“.

Und dann gibt es natürlich noch die ganzen anderen Namen wie „Goldjunge“, „mein Guter“, „mein Allerbester“, „Herzl“, „Lieberle“, „Hasel“ (weil meine Hinterpfoten wie die von einem Hasen aussehen), „Spatzl“, da ist die Dosi sehr flexibel.

Trotz aller Spitznamen weiß ich aber natürlich, dass ich Karlie heiße. (Ich höre aber nur drauf, wenn ich will.)

Und damit hoffentlich viele andere heimatlose Katzen auch so ein schönes Zuhause finden,

hier nochmal der Link zur Katzenhilfe Stuttgart.

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