Dienstag, 30. Mai 2023

Wie erwartet war die Nacht um 4 Uhr vorbei. Ich kochte einen Kaffee und nahm ihn mit nach draußen.

Später ging ich im Hotel ans Frühstücksbuffet. Bis auf das frische Obst konnte man das aber vergessen. Es gab zwar Toastbrot aber keinen Toaster Und was will ich morgens mit gekochtem Gemüse in der Brühe???

Egal.

An der Rezeption meldete ich an, dass ich für 8 Uhr ein Shuttle-Taxi zum Airport benötige. Dieses Mal klappte es auch und am Flughafen angekommen stieg ich dann in das Shuttle zum Rental Car Center um.

An den Schaltern von Alamo war kaum was los und nach nur wenigen Minuten hatte ich den Papierkram erledigt. Als ich dann das Parkdeck von Alamo betrat kam mir gleich eine Angestellte entgegen und pries mir einen Nissan Rogue an, der gerade frisch aus der Waschstraße kam und noch voller Wassertröpfchen war. Alternativ war auch gerade ein Jeep verfügbar. Der wäre mir eigentlich lieber gewesen, weil er zwar die von mir bevorzugte höhere Sitzposition eines SUV hat, jedoch nicht so ein riesiges „Schiff“ war. Nur leider stellte sich beim Beladen vom Kofferraum heraus, dass der dann quasi schon überfüllt war… Also alles wieder rausgeräumt und in den Nissan gepackt, den ich spontan „James“ nannte. Bei der Ausfahrt gab ich dann an, dass an der Fahrertür eine kleine Delle war, aber sonst hatte ich keine Schäden festgestellt.

Wenn man vom Rental Car Center gen Westen startet, dann hat man es recht einfach, denn man biegt quasi nur nach rechts ab, ist auf dem Hwy 61 und fährt erstmal nur immer geradeaus

Mittlerweile waren die Wassertröpfchen getrocknet und auf der Frontscheibe „pappte“ noch was… War wohl ein dicker Mosquito gewesen, wenn die Waschanlage diese Stelle nicht geschafft hat…

An der Poche Plantation machte ich einen ersten Fotostopp. Vor der Weiterfahrt versuchte ich die Mosquito-Leiche zu entfernen und stellte fest, dass es ein kleiner Steinschlag war. Na toll…. Hoffentlich macht mir der nicht noch Scherereien… Zum einen könnte er sich vergrößern… und ich hatte ja bei der Mietwagenübernahme auch nicht angegeben, dass er da war, weil ich ihn wegen der Wassertröpfchen nicht gesehen hatte… Aber sich da jetzt den Kopf zerbrechen bringt auch nix.

Weiter ging's zu Houmas House Estate and Gardens . Es war so schön, wieder hier zu sein. Mich durchströmte sofort ein Gefühl der Vertrautheit. Genüsslich spazierte ich durch den Garten, bestaunte das imposante Mansion und amüsierte mich über die verschiedenen Entenarten, die es hier gab. Vor allem die Enten mit dem Puschel auf dem Kopf hatten es mir angetan

Über die (für mich) neue Fußgängerbrücke, die über die Great River Road führt, ging ich noch rüber zum Mississippi, um ihm „hallo“ zu sagen.

Träge floss er vor sich hin, er erinnert mich immer irgendwie an eine dicke Hummel, die völlig unaufgeregt ihre Runden über eine Blumenwiese dreht.

Dann fuhr ich nach Donaldsonville, wo ich mir für die nächsten 3 Nächte ein Zimmer im Quality Inn gebucht hatte. Gegen 14 Uhr traf ich dort ein und ich hatte Glück, denn ich konnte schon einchecken.

Nachdem ich mich „häuslich niedergelassen“ hatte, war es Zeit für den obligatorischen Walmart-Ersteinkauf. Und der dauerte, denn irgendwie war der Walmart etwas anders strukturiert und ich brauchte ne ganze Weile, bis ich alles zusammengesucht hatte

Daher war es schon 18 Uhr, als ich zurück am Motel war. Ich hatte keine Lust, noch großartig nach einem Restaurant zu gucken und auf dem Zimmer lag so ein Flyer von einem Imbiss, „Pot & Paddle - Jambalaya Kitchen“. Ok, ich mag solche Imbiss-Dinger eigentlich nicht aber es war eine Alternative zur Fahrerei, also hin, war quasi gleich um die Ecke.

Es „ging“… das Jambalaya (aus einer Styropor Schale und mit Plastik-Besteck) war zwar ein ziemlicher Papps , aber ganz gut gewürzt. Zurück im Hotel verging der Abend dann mit Fotos sichern, Gepäck-Organisation und solchem Kleinkram.