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| Freitag, 2. Juni 2023
Abreisetag. Die Tour ging weiter - auf zur nächsten Etappe. Gegen halb neun hatte ich alles im Auto. Schon jetzt, noch am Anfang vom Urlaub, kam ich mir vor wie beim Auszug aus Ägypten
Natürlich hielt ich nochmal bei der Nottoway Plantation und heute hatte ich Glück, denn es war möglich, dass ich eine Runde durch den Garten drehte. (Anmerkung: Leider wurde diese wunderschöne Plantage 2025 durch ein Feuer vollkommen zerstört.)
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| Es war schön, aber auch irgendwie traurig, denn es war nicht „das“ Nottoway, wie ich es vor sechs Jahren kennengelernt hatte.
Damals wirkte es lebendig.
Heute waren nur noch vier andere Personen da, die zeitgleich mit mir angekommen waren. OK, es war noch zeitig am Morgen und sie hatten gerade erst geöffnet. Aber auch der damals so üppig ausgestattete Gift Shop wirkte wie nach einem Räumungsverkauf Die vier Amis kauften ihre Tickets und sowas dauert bei den Amis ja immer „etwas“ und ist mit vielen sinnvollen und noch viel mehr sinnlosen Fragen verbunden. Aber beim unfreiwilligen Lauschen erfuhr ich, warum alles so leer ist. „New Management“ war die Erklärung, der Gesichtsausdruck der Ticketverkäuferin sprach dabei Bände…  Gemütlich drehte ich eine Runde durch den Garten um das Mansion herum und mache mich ca. 45 min später auf die Weiterfahrt. |
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Eigentlich war geplant, auf meinem Weg nach Natchitoches diverse Plantagen „über den Gartenzaun“ anzuschauen. Als erste stand die St. Louis Plantage auf dem Programm. Aber dort gab es wieder absolut keine Möglichkeit zum Anhalten. Die Einfahrt war so mini, James wäre mit der Schnauze quasi schon im Garten gestanden und das Hinterteil hätte noch auf die Straße geragt. Und fix am Straßenrand halten ging auch nicht, denn da war ein Graben 
Auf der Weiterfahrt Richtung Baton Rouge nahm der Verkehr merklich zu und man hampelte von einer Ampel zu nächsten. Ich überlegte: Wenn sich die anderen Plantagen auch als so ein Flop herausstellen, dann hätte ich einen Haufen Zeit verplempert… Vor mir lagen noch 200 Meilen, also gute drei Stunden Fahrt. Und ich kenne mich, das ermüdet. Also wurde im Navi der POI für das Motel in Natchitoches aktiviert.
Und natürlich kam es, wie es kommen musste, ich merkte, dass ich einen „starren Blick“ bekam und die Konzentration rapide schwand. Zum Glück kam eine Raststätte und ich mache eine ausgiebige Zigaretten- und Cola-Pause. Die restliche Fahrt verlief flüssig, zwischen Opelousas und Natchitoches ist auf dem I49 ist durchgängig 75 mph erlaubt. Eine Geschwindigkeit die mir liegt, man konnte fahren ohne dass das Navi ständig piepste, weil man zu schnell wird.
Kurz nach 15 Uhr erreichte ich das Motel etwas außerhalb von Natchitoches. Auch ein Quality Inn, aber überhaupt nicht mit dem in Donaldsonville vergleichbar. Zimmer mit Außentüren, hier und da lag etwas Müll rum und auch mit dem Zimmer hatte ich Pech: Genau an einer Treppe und mit Connecting Door... Eine Reklamation blieb erfolglos, da sie ausgebucht waren und - obwohl garantiert noch nicht alle Zimmer bezogen waren - war man nicht gewillt, mir entgegen zu kommen. |
Ich akklimatisierte mich für ein Stündchen am Pool, dann fuhr ich mal nach Natchitoches rein. Ich hatte mir die Stadt viel größer vorgestellt und war sofort angetan, was für ein hübsches Örtchen das ist 
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